AND OUR HEARTS IN NEW ORLEANS

AND OUR HEARTS IN NEW ORLEANS


Buchumschlag
386 Seiten, zum Preis von 32,00 € ohne Versandkosten erhältlich beim Köller Verlag

auch gebraucht aber gut erhalten u.a. bei AMAZON erhältlich !!!

Beim Köller Verlag gibt es weitere Leseproben, Hörproben und einen ausführlichen Pressespiegel.

Dieses Buch mit seinen vielen Biographien, Bandgeschichten und Erzählungen soll die bewegte Zeit in Hamburg ab 1950 dokumentieren. Diesen Teilbereich musikalischer Entwicklung der "Freien- und Jazzerstadt Hamburg" läßt der Autor noch einmal Revue passieren. Hier und da an etwas längst Vergessenes erinnernd, soll es eine Würdigung all derer sein, die daran beteiligt waren und noch sind. Informativ und unterhaltend vermittelt es einen guten Einblick in die Vielfalt und Lebendigkeit des Hamburger Musiklebens. Mit den Kontaktadressen der aktuellen Hamburger Bands leistet es auch noch ganz nebenbei eine ganz pragmatische Vermittlungsarbeit.

Mit teilweise bisher unveröffentlichten Fotos, Dokumenten und Zeichnungen von Cornelia Klintsch,Karikaturen von Horst Burkhardt, Bilder von Diether Kressel, Textbeiträgen u.a. von Abbi Hübner und einem Grußwort der damaligen Kultursenatorin wird der kulturelle Aspekt des HOT JAZZ in HAMBURG aufgearbeitet und dokumentiert.




...für mich als aktiver Musiker waren es Jahrzehnte einer großen Leidenschaft, immer die Gewißheit im Herzen, dass es eine Musik gibt,die etwas ausdrücken kann, die Menschlichkeit vermittelt und Tiefgang hat.

Klaus Neumeister





...Mit der vorliegenden Dokumentation "AND OUR HEARTS IN NEW ORLEANS - Die Geschichte des Hot Jazz in Hamburg ab 1950" hat Klaus Neumeister eine Lücke in der Überlieferung der Hamburger Jazzgeschichte geschlossen.

Dr. Christina Weiss, Kultursenatorin August 1997





...mit dieser Dokumentation setzte Klaus Neumeister (APEX JAZZ BAND) der Hamburger Jazzszene 1998 ein literalisches Denkmal, das jetzt durch diese CD-Edition mit einer klingenden Reverenz an die Musik dieser Stadt ergänzt wird.

Gerhard Klußmeier, 1. Vorsitzender SWINGING HAMBURG e.V., im Begleittext zur 18 CD - Edition "SWINGING HAMBURG - Jazz in Hamburg von A - Z




WAS SIE SCHON IMMER ÜBER DIE HAMBURGER JAZZSZENE WISSEN WOLLTEN!

(Leseprobe)

1949 trafen sich vier oder fünf Musiker in einem Keller und gründeten die erste Hamburger Jazzband, die später auch über Landesgrenzen bekannt wurde. Die Instrumente stammten vom schwarzen Markt, die Inspiration von zerkratzten 78er Platten. Damals nannten sie sich noch MAGNOLIA DANCE ORCHESTRA, später MAGNOLIA JAZZBAND und setzten in aller Unschuld die vielbesungene Hamburger Szene in Gang. So tönern das musikalische Fundament in jener Zeit auch war, so streng wurde auf Stiltreue geachtet. Die Idole hießen BUNK JOHNSON, KID ORY und JOHNNY DODDS.

So feiern wir denn in diesen Tagen ein rundes Jubiläum: 50 Jahre Swinging Hamburg. Das heißt vor allem: 50 Jahre Jazzmusik mit der Betonung auf überwiegend traditionellen Elementen. Traditionell in Bezug auf Repertoire und Besetzung. Aber auch in Hinsicht auf die Ideale und Idole. Für alle, ob von Anfang an dabei oder später dazu gekommen, war dies der einzige musikalische Weg, den man gehen wollte. Und in unserer Stadt waren es viele! Nur wenige haben diesen Weg verlassen und Neues ausprobiert.

Ich meine in keiner Stadt der Welt, auch nicht in New Orleans oder Chicago, hat es zeitweise mehr Musiker, Bands und Clubs gegeben. PETER WEHRSPANN, ein Musiker der ersten Stunde erinnert sich: "Es waren sicherlich hunderte von Bands, größtenteils von kurzer Lebensdauer, da am Anfang oft nur die Begeisterung am musizieren im Vordergrund stand. Zum kleineren Teil langlebig, bis heute existent, einfach, weil man im Laufe der Zeit kritischer wurde und versuchte,seinen eigenen Stil zu finden. Bei so viel Begeisterung und Einsatz konnte es nicht ausbleiben, dass nebenschrecklichen Mißtönen, von Musikern produziert, die 'kaum ihr Instrument richtig halten konnten', auch musikalisch Hochwertiges entstand. Unter dem Motto "Höher, lauter, schneller" und "Wer übt, fällt dem anderen in den Rücken" wurde gejazzt, was das Zeug hielt!

Aus verbeulten und altersschwachen Instrumenten erklang das, was man für den Jazz hielt, den man spielen wollte, die Musik, die man aus dem Rundfunk oder von den ersten Schallplatten kannte, eine Musik, die alle faszinierte und in ihren Bann zog. Wir wußten es sehr schnell: Das ist es! Nur diese Musik kommt für uns in Frage! Der Ruf des Jazz war übermächtig und riss alle mit. Wir spürten zu diesem Zeitpunkt ganz instinktiv, dass diese Musik mehr als jede andere Musikform das Lebensgefühl der Menschen bestimmt und dass sie wie auch immer vermittelt - über ihre vielfältigen Varianten eindringen kann in die vorhandene musikalische Kultur. In diesem Sinne war für uns diese Musik mehr als nur eine musikalische Disziplin, sie war - und sie ist es noch heute - ein integrierendes Element der Musikkultur unserer Stadt.