DAS LAND IN DEM MILCH UND HONIG FLIEßEN

DAS LAND IN DEM MILCH UND HONIG FLIEßEN


Buchumschlag (Rückseite)
154 Seiten, mit Bildteil. Zum Preis von € 12,50 plus Versandkosten. Zu erhalten bei Klaus Neumeister, im Fachhandel oder beim Sonrrie-Verlag.

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Ganz plötzlich hat dieses Buch eine ganz spezielle Aktualität bekommen!

"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen! Dieser Autor kann viel erzählen und man kann dadurch viel miterleben. Bewusstes Reisen und der kleine "erhobene Zeigefinger", das besuchte Land mit Ruhe und Genuss zu bereisen, Achtung und Respekt vor der Kultur der Bevölkerung zu haben, keine Besucherlisten abzuarbeiten, sondern eine Reise zu erleben, nicht zu eng, zu viel zu planen um dadurch das Erlebte verarbeiten zu können. War ein Genuss zu lesen und hat Lust gemacht, die beschriebenen Länder zu erkunden. Teilweise das bei eigenen Reisen erlebte bestätigt zu erhalten, war ebenso unterhaltsam, wie die ansprechende Schreibweise. Vielen Dank!" (Ingrid Barnert, Rezension AMAZON)

Weitere Meinungen und Rezensionen dazu weiter unten nach den Leseproben!




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"Gemeinsam für ein Ende der genitalen Verstümmelung von Mädchen"
TÄGLICH werden 8.000 MÄDCHEN ihrer Genitalien und Würde beraubt, alle elf(!) Sekunden eins. Weltweit sind davon 150 Millionen Frauen in 35 Ländern betroffen. Unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit."

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"Wo sich die ewigen Steine mit der unendlichen Weite des Himmels verbinden,
wo der Blick in die Wüste den Anfang erahnen lässt,
wo man im Wind die Stimme der Geschichte zu hören glaubt,
dort hofft man das erste Mal das Unfassbare verstehen zu können."

Klaus Neumeister



AUFSTIEG ZUM DACH DER GESCHICHTE (Auszug)


Cheops Pyramide in Gizeh
Wir sind nun schon vier Tage in Kairo, vier Tage, die wie ein einziger erscheinen. Kaum das wir richtig geschlafen haben. Die Stadt lässt einen nicht zur Besinnung kommen mit ihrem unbeschreiblichen Lärm, ihrer Hektik, den vielen Menschen, die an einen Ameisenstaat erinnern. Ihren atemberaubenden Gerüchen und ihren nicht enden wollenden Farbenspiel. Es war wie im Rausch. Die Begegnung mit der Geschichte der wohl interessantesten Kultur der Menschheit hat uns nicht zur Ruhe kommen lassen.

Zu schildern, was allein diese faszinierende, schillernde Stadt in ihren Mauern beherbergt würde den Rahmen dieser kleinen Erzählung sprengen. Die Begegnung mit der wohl größten Geschichte der Menschheit lässt kaum noch Platz für die mindestens genauso spannenden Zeugnisse der koptischen und der arabischen Kultur.

Viel ist über diesen Teil der Menschheitsgeschichte geschrieben worden und ich möchte dem nichts hinzufügen. Vielmehr möchte ich an dieser Stelle von einem ungewöhnlichen, verbotenen und über alle Maßen gefährlichen Abenteuer berichten. Und zwar von der Besteigung der Cheops Pyramide.

Nur wo soll ich anfangen? Wer hatte eigentlich die Idee zu diesem waghalsigen Unterfangen? War es Übermut nach all dem bisher Erlebten? War es die Suche nach einer weiteren Steigerung dieser ohnehin schon spannenden Reise durch dieses Land am Nil? Reizte uns der Gedanke an den wohl grandiosesten Ausblick, den man dort oben erwarten durfte? Irgendwie muss es mehr gewesen sein.

Mit einem Mal war diese Idee geboren. Auf eine geheimnisvolle Weise fühlten wir uns von und zu den Pyramiden angezogen. Die Kraft, die von dort ausgeht - wie von einem gewaltigen Magnet aus dem Inneren angezogen, ließ wohl diesen Gedanken entstehen. Wir fühlten, das sich in diesen kolossalen Monumenten uraltes Geheimwissen über magische Kräfte manifestierte. Sicher, wir waren in den Grabkammern und hatten uns einige Male zu ihren Füssen aufgehalten, aber irgendwie hatten wir das Gefühl, nur dort oben würden wir alles begreifen. Vielleicht würde ja etwas von dieser geheimnisvollen Kraft auf uns übergehen. Dies alles mischte sich mit der Angst vor dem ungewissen Ausgang dieses, ich gebe es zu, leichtsinnigen und gefährlichen Vorhabens. Und wie schon gesagt, es war einfach verboten! Trotzdem beschlossen wir an diesem vierten Abend den Aufstieg zu wagen. Wir, das waren die Frau meines Freundes und ich.

Nachdem wir im Hotel einen Führer bestellt hatten, der uns am nächsten Morgen mit einem weiteren Führer bekanntmachen wollte, der einen gangbaren Weg des Aufstiegs kannte, gingen wir unruhig und aufgeregt schlafen. Wir brauchten dringend erholsamen Schlaf, denn wir wurden davor gewarnt, dass dieser Aufstieg sehr beschwerlich sei und viel Kraft kosten würde. Außerdem sollten wir mindestens eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang dort sein, um auf keinem Fall der Touristen-Polizei zu begegnen. An einen ruhigen Schlaf war natürlich nicht zu denken- zu viele Gedanken stürzten auf mich ein.

Seit meiner Jugend beschäftige ich mich mit der Frage, wer die Pyramiden erbaut hat, vor allen Dingen aber, wie sind sie erbaut worden? Dabei bin ich unendlich vielen, teilweise total unterschiedlichen Theorien begegnet, von der mich keine wirklich überzeugt hat. Vor einiger Zeit habe ich irgendwo gelesen: “ Wenn Theorien zur Wahrheit erklärt werden und wenn Rätsel verschwiegen werden, ist es an der Zeit, die Geschichte zu hinterfragen!” Vielleicht festigt sich ja eine dieser Theorien und wandelt sich zur Wahrheit wenn ich das Ganze von oben betrachten kann.

Vielleicht ist die Cheops-Pyramide gar kein Grabmal, so wie es Stefan Erdmann und Jan van Helsing behaupten. Vielleicht ist alles nur eine große Lüge? Oder soll man dem französischen Architekt Jean Pierre Houdin glauben schenken, der eine völlig neue Theorie der Erbauung, die durchaus plausibel erscheint, erarbeitet hat. Sind die Pyramiden überhaupt von dieser Welt? Fragen über Fragen! Unruhig wälze ich mich im Bett umher. Seit Napoleons Aufenthalt in Ägypten beschäftigt sich die Wissenschaft mit diesen Fragen aber statt Antworten gibt es immer wieder neue Fragen zu immer wieder neuen Geheimnissen. Waren die Erbauer technisch weiter fortgeschritten, als uns heute bekannt ist? Die Archäologen weisen dies entschieden zurück aber viele dieser Rätsel sind einfach bis heute nach wie vor ungelöst.

Das Telefon Klingelt, der Weckdienst des Hotels reißt mich aus meinem Schlaf. Irgendwann bin ich über meine Gedanken doch noch eingeschlafen. Schnell angezogen, Frühstück musste ausfallen, endlich konnte das Abenteuer beginnen. An der Hotelrezeption wartete schon der Führer und vor dem Hotel das bestellte Taxi. Während der relativ kurzen Fahrtzeit zum Pyramiden-Plateau die letzten Instruktionen. Der Lohn für den zweiten Führer war ausgehandelt und die strikte Anweisung lautete erst nach dem Abstieg zu zahlen.

Es war schon ein eigenartiges Gefühl im Dunkeln vor der Pyramide zu stehen und mir schlug das Herz bis zum Hals. Der Führer drängte mit hörbarer Angst in der Stimme zum sofortigen Aufbruch und machte in diesem Augenblick nicht gerade einen vertrauenswürdigen Eindruck. Vielleicht sollten wir doch noch von diesem Vorhaben Abstand nehmen. Aber nun waren wir schon so weit gegangen, nun gab es kein zurück. Die ersten Meter kamen wir gut voran aber dann tauchten die ersten Steinblöcke auf, deren Besteigung doch einige Mühe machte. Es waren teilweise Höhen von ca, 1,00 m zu überwinden. Dies alles in völliger Dunkelheit. Mit verhaltener Stimme verständigten wir uns untereinander. Ich hatte nach kurzer Zeit völlig das Gefühl für Zeit und Raum verloren, so sehr war ich mit dem anstrengenden Aufstieg beschäftigt.

Nach ca. 15 Minuten kam das, was ich befürchtet hatte. Meine Begleiterin konnte nicht mehr und wollte umkehren. Wir verabredeten, dass sie den Abstieg alleine wagen wollte und der Führer nutzte die Unterbrechung um bei mir seinen Lohn einzufordern. Er drohte mir auch, mich allein zu lassen, wenn ich nicht sofort bezahlen würde. Ich ließ mich davon nicht beeindrucken und erinnerte mich an die Weisungen des anderen Führers. Und es ging weiter. Nach weiteren ca. 15 Minuten erreichten wir das kleine Plateau auf der Spitze der Pyramide. Keine Minute zu früh, denn auch mich hatten die Kräfte fast verlassen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause wagte ich den ersten Ausblick in alle vier Himmelsrichtungen. Es dämmerte bereits und am Horizont schickte die Sonne ihre ersten Strahlen auf die Erde. Es verschlug mir fast die Sprache: Hier der grandiose Blick auf Kairo im unwirklichen Morgendunst, dort der Blick auf das riesengroße Pyramiden-Plateau mit den zwei kleineren Nachbarpyramiden. Der Sonnenaufgang in der Wüste raubte mir fast die Sinne. So etwas hatte ich noch nicht erlebt. Es war etwas, was sich unauslöschlich in meine Seele einprägte, etwas, was mich mein ganzes weiteres Leben begleiten würde. Mitten in meine Ergriffenheit, in eine fast schon meditative Stimmung, in der ich mich befand, hörte ich die Stimme des Führers, der schon wieder sein Lohn einforderte und gleichzeitig zum Aufbruch mahnte. Trotz seiner erneuten Drohung mich allein zu lassen, blieb ich auch diesmal hart. Sofort machte er sich an den Abstieg, und nachdem ich noch schnell einige Fotos gemacht hatte, folgte ich ihm schweren Herzens.

In diesem Augenblick hatte ich das Gefühl, dass aus den Zahlen und Fakten, die mich seit langer Zeit beschäftigten, so etwas wie ein vollkommenes Ganzes entstanden war. Anders kann ich meine Gefühle nicht beschreiben. Keine Erleuchtung, keine plausiblen Antworten auf die vielen Fragen. Mehr eine starke innere Zufriedenheit und in dem Wort steckt ja auch der “Friede”. Irgendetwas hatte von nun an von mir Besitz ergriffen.

Mit einem Mal hatte ich eine Beziehung zu diesen unglaublichen Daten.

Ich hatte sie umrundet, ihre Seitenlänge misst heute ca. 225,0 m, ich hatte sie bestiegen, ihre Höhe misst heute 138,75 m und ich hatte mich mehrmals im Inneren aufgehalten. Ich hatte die unbeschreibliche Kraft gespürt, die von ihr ausgeht. Hatte die Steinblöcke berührt, deren Masse je 1,5 bis 7,5 Tonnen beträgt und auf etwa 2,5 Millionen Stück geschätzt wird. Mit ihrer ursprünglichen Höhe von 146,60 m war sie 4000 Jahre das höchste Bauwerk der Erde und wurde erst im 14. Jahrhundert von der Kathedrale von Lincoln übertroffen. Weitere Zahlen möchte ich dem Leser ersparen. Nur so viel: Wenn die Bauzeit von 20 Jahren stimmt, musste Tag und Nacht alle 5 Minuten ein Steinblock mit der fast so präzisen Genauigkeit einer Atomuhr gesetzt werden. Dies alles vor ca. 5.000 Jahren.

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Der Abstieg ging besser als ich vorher angenommen hatte. Eine ganze Anzahl Blöcke bin ich auf dem Hosenboden herab gerutscht, so dass ich die Jeans, die ich trug, wegwerfen musste. Als ich unten ankam war weder der Führer noch Fremdenpolizei zu sehen. Später, als wir uns auf den Weg zum Hotel machten, tauchte der Führer wieder auf und bekam den vereinbarten Lohn, den er ohne Murren akzeptierte. Ich vermute, dass er die Touristenpolizei von der Stelle meines Abstiegs abgelenkt hatte. Nicht auszudenken, wenn wir erwischt worden wären. Nun, ich war über alle Maßen glücklich und zufrieden. Ich hatte etwas einmaliges gewagt und wohl auch gefunden. Mich hat dieses kleine Abenteuer in meinem Leben wohl auch ein gutes Stück weiter gebracht. Ich habe zwar keine neuen Erkenntnisse gewonnen aber in Gedanken habe ich noch einmal den genialen Baumeistern, wer auch immer sie gewesen sind, meine höchste Hochachtung entgegen gebracht.



ANMERKUNG (nicht in meinem Buch enthalten!)

"Nach reiflicher Überlegung möchte ich Dr. Zahi Hawass um Verzeihung bitten. Wir haben damals leichtsinnig, unüberlegt aber vor allen Dingen unverantwortlich gehandelt. Liebe Freunde der ägyptischen Kultur: "BITTE NICHT NACHMACHEN!"

Dr. Zahi Hawass ist der langjährige Generalsekretär der Ägyptischen Altertümerwerwaltung und Grabungsdirektor diverser Projekte. Trotz der ambivalenten Beurteilung seiner Arbeit durch die Fachkollegen
haben ihn die Freunde der ägyptischen Kultur unendlich viel zu verdanken. Wer mehr über das Leben und Wirken des Dr. Zahi Hawass erfahren möchte, schaue bitte unter "Wikipedia" nach.

Für alle die, die da so ihre Probleme mit dem Herrn hatten, können aufatmen: Die Weltpresse meldet am 7. März 2011 "Herr Zahi Hawass, Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung, hat seinen "Hut" genommen und wurde von Emad Abu Ghazi von der Universität Kairo abgelöst." Also, große Hoffnung auf eine liberalere Ausgrabungs- und Informationspraxis.





MEIN SCHÖNSTES ERLEBNIS (Auszug)

Immer wieder werde ich nach meinem schönsten Erlebnis gefragt. Eine Antwort darauf ist bei der Fülle des Erlebten gar nicht so einfach. Ich habe lange über eine Antwort nachgedacht und habe beschlossen, ihnen ein Erlebnis zu erzählen, welches mich emotional sehr berührt hat.

Wir sind in Ägypten, genauer gesagt immer noch in Gizeh bei den Pyramiden. Wir haben eine Teilnahme an der Ton- und Licht-Schau, die 2 Mal in der Woche in Deutscher Sprache auf einem Plateau oberhalb der Pyramiden stattfindet, gebucht. Man kann zu dieser Veranstaltung stehen, wie man will, die einen sind begeistert, die anderen finden das Spektakel einfach nur kitschig. Fest steht jedenfalls, dass sich diese Veranstaltung seit Jahrzehnten einer über alle Maßen großer Beliebtheit erfreut. Man nimmt auf diesem erhöhten Plateau Platz und wenn es absolut dunkel ist, werden alle Lampen und Lichter, sogar die Straßenlaternen ausgeschaltet. Nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, nehmen sie erst einmal den unglaublich schönen Sternenhimmel war. In dem Augenblick wird die Sphinx in rotes Licht getaucht und eine geheimnisvolle Stimme, die aus der Wüste herüber klingt erzählt die bewegte Ägyptische Geschichte. Je nach Thema werden die Pyramiden einmal in rotes, dann wieder in grünes Licht, dann wieder in gelbes oder blaues Licht getaucht. Es ist schon beeindruckend. Ich habe diese Vorstellung zwei Mal erlebt und mir hat es trotz aller Kritik gut gefallen.

Nach etwas mehr als einer Stunde ist es vorbei und sie werden abrupt mit dem eingeschalteten Licht wieder in die Gegenwart zurück geholt.

Anschließend wollten wir zu einem großen Festzelt, das hinter den Pyramiden in der Wüste aufgebaut war. Hier gibt es jeden Abend eine große orientalische Folklore-Show mit Akrobatik, viel Musik und Bauchtanz. Es wird gutes Essen angeboten und man kann dort ein paar schöne Stunden verbringen. Um dort hinzukommen, hatten wir Kamele mit einem Führer gebucht. Wir freuten uns auf einen romantischen Kamelritt durch die Wüste unter dem schon erwähnten Sternenhimmel, der in diesen Breiten besonders schön ist. Mein Kamelführer war ein kleiner, schmächtiger ca. 5 Jahre alter Junge, der fröhlich durch den Sand stampfte. Mit “La, La, La” sang er eine undefinierbare Melodie in die rabenschwarze Nacht und quälte sich einigermaßen mit dem Kamel.

Nach kurzer Zeit tat er mir leid und ich gab ihm zu verstehen, er solle doch zu mir auf das Kamel kommen, dann hätte er es doch leichter. Er gab mir wiederum zu verstehen, dass er das nicht dürfe. Seinem Vater würden die Kamele gehören und er würde bestraft werden, wenn er sich den Touristen zu sehr nähern würde. Ich gab ihm zur Antwort, dass sein Vater ja weit vorne wäre und in der Dunkelheit ja nichts sehen könnte. Er ließ sich überreden und hielt das Kamel an. Mit einem Ruck zog ich ihn zu mir hoch und er setzte sich vor mich. Sogleich schmiegte er seinen kleinen Körper und seinen Kopf an meine Brust und nahm seinen abendlichen Gesang wieder auf. Ich war sehr gerührt und wischte mir verstohlen eine Träne aus dem Auge. Irgendwie hatte er dies bemerkt und er gab mir zu verstehen, ich sollte doch auch ein Lied singen.

Ich war in dem Augenblick etwas verunsichert fing mich aber schnell und überlegte, was ich dem kleinen Kerl wohl vorsingen sollte. Ich fing erst einmal mit “Hänschen klein…” an, dann “alle meine Entchen…” und was mir sonst noch an deutschen Kinder- und Volksliedern so einfiel. Mein kleiner Freund sang mit seinem “La,La,La” die zweite Stimme und uns beiden ging es von Minute zu Minute immer besser. Man stelle sich diese Situation einmal vor. Ein deutscher Tourist und ein kleiner ägyptischer Junge auf einem Kamel, die fröhlich deutsche Kinderlieder singen, das Ganze in dunkler Nacht in der ägyptischen Wüste bei den Pyramiden. Es war schon ein sehr eigenwilliger Ritt. Ich werde dieses Erlebnis nie in meinem Leben vergessen.

Als die Lichter des Festzeltes vor uns auftauchten sprang er blitzschnell vom Kamel, nahm es wieder an die Leine und ließ sich nichts anmerken.

Nachdem ich abgestiegen war, erlebte ich meine zweite Überraschung. Ich wollte ihm ein großzügiges Trinkgeld geben, was er aber energisch ablehnte. Stattdessen gab er mir ein Zeichen, dass ich mich zu ihm herunterbeugen sollte. Als ich auf seiner Höhe war, legte er seine kleinen Arme um meinen Hals und drückte mir einen dicken Kuss auf die Wange.
Sofort hatte ich zum zweiten Mal an diesem Abend feuchte Augen. Später konnte ich den Darbietungen im Zelt gar nicht richtig folgen, immer wieder musste ich an diese rührende Geschichte denken.




PRESSE:


REISCH ORIENT ARCHIV

...vielen Dank Herr Neumeister und Gratulation zu Ihrem Buch, welches sich informativ darstellt, aber auch locker zu lesen ist!

Ihr Buch wird wird meine Orient-Bibliothek bereichern können.

Bestens auch die Auswahl der Zitate zu den Bildern und die grwählten Anekdoten.


LUTZ EIKELMANN (Autor, Musiker und Produzent)

Klaus Neumeister fasst seine Reiseerlebnisse in diesem sehr interessanten Buch zusammen, welches ein anderes Bild von Nordafrika und der Levante zeichnet, als es vielfach in den politischen Konflikten und damit zusammenhängenden Nachrichtenmeldungen der Gegenwart und der letzten Jahre im Westen vermittelt wurde. Er beschreibt aber nicht nur die langen Traditionen dieser geschichtsträchtigen Regionen und Länder, sondern vor allem Begegnungen mit den und die große Gastfreundschaft der dortigen Menschen schildert. Ein wohltuendes Buch, dessen Lektüre sehr zu empfehlen ist, um auch die orientalische und muslimische Welt aus einer weiteren Perspektive betrachten zu können. In den gegenwärtigen Zeiten, an denen gezielt an einem Flächenbrand in dieser Region gezündelt wird, ein dringend notwendiges Buch!

...es zeigt den Orient aus seiner persönlichen Sicht und von einer anderen Seite, als sie uns seit Jahrzehnten durch Mainstream-Medien
und Politik präsentiert wird. Die zur Meinungsbildung erforderliche Vielfalt der Perspektiven erfordert dringend ein Buch wie dieses!


GERHARD KLUSSMEIER (Autor und Journalist)

Heute, 2011: Monate des Zorns in der arabischen Welt - Proteste, Revolution und Tote in Tunesien, Ägypten, Jordanien, Algerien und im Libanon ...

...Wie es dort vor einen halben Jahrhundert war, auch dieses nun schon ein Teil der Historie und ganz sicher das, was man ebenfalls als unwiederbringlich bezeichnen muss, schildert der norddeutsche Autor Klaus Neumeister in seinem Buch DAS LAND IN DEM MILCH UND HONIG FLIESSEN /Sonnrie Verlag, Bad Bramstedt. ISBN 978-3-936968-16-3). Neumeisters Schilderungen zeigen den Orient aus seiner persönlichen Sicht und von einer anderen Seite, als die sie seit Jahrzehnten von durch Mainstream-Medien und Politik präsentiert wird. Neumeister beschreibt allerdings nicht nur die langen Traditionen dieser geschichtsträchtigen Regionen und Länder, sondern vor allem Begegnungen mit den einfachen Menschen und deren Gastfreundschaft. Ein wohltuendes Buch, nannte es ein Rezensent, dessen Lektüre sehr zu empfehlen ist, auch um die orientalische und muslimische Welt aus einer weiteren Perspektive betrachten zu können. In den gegenwärtigen Zeiten, in denen gezielt an einem Flächenbrand in dieser Region gezündelt wird, ein dringend notwendiges Buch.